Aktueller Pfad
Der aktive Vulkan Arenal ist mit Sicherheit einer der meist besuchten und bewunderten Attraktionen in Costa Rica. Seit einer grossen Eruption im Jahr 1968 ist er stets aktiv und in der Nacht wirkt der Krater mit der roten Lava sehr imposant. In einigen Phasen sind nur wenige Ausbrüche sichtbar. Jedoch erfolgt meist daraufhin eine stärkere Eruption am Ende dieser ruhigen Periode. Natürlich ist schönes Wetter die Voraussetzung, um dieses beobachten zu können.
Ein weiteres Highlight dieser Gegend ist der künstlich angelegte See Arenal, der von einer wunderschönen Landschaft mit Wäldern und Hügeln umgeben ist. Der See misst ca. 88 qkm und gilt als der größte in Cost Rica. Obwohl während des Baus einige Dörfer abgerissen werden mussten, so ist er heute ein bedeutender Energieproduzent für die Region und Wasserlieferant für die Guanacaste Region.
Ergründen Sie die Natur und die Umgebung bei einem Ausritt zu Pferd, nutzen Sie die Fahrradwege rund um den See, für Wassersport-Begeisterte ist dieser bestens geeignet, um Windsurfen auszuüben, machen Sie eine Wanderung im Nationalpark und entdecken Sie die üppige und diverse Flora und Fauna oder entspannen Sie einfach in einem der Thermalbäder mit Blick auf den Vulkan.
Ebenfalls in dieser Gegend befindet sich einer der beeindruckensten Wasserfälle Costa Ricas. Der La Fortuna Wasserfall, der ca. 5 km von dem gleichnamigen Ort entfernt liegt, fällt aus ca. 70 m Höhe in einen Pool und erzeugt einen dunstigen Nebel um diesen herum.
La Fortuna / Vulkan Arenal
Zweifellos ist der aktive Vulkan Arenal eines der meistbesuchtesten Ziele in Costa Rica und dementsprechend hat sich auch die touristische Infrastruktur entwickelt. Der Hauptort La Fortuna bietet heute viele Restaurants, Bars, Discos und Läden an. Zahlreiche Hotels sind in den letzten Jahren entstanden, wobei vor allem die Häuser mit direktem Vulkanblick gefragt sind. Obwohl der Vulkan permanent aktiv ist, können nicht immer die atemberaubenden Eruptionen gesehen werden.
Der Koloss hat auch Ruhephasen, auf welche dann nach einigen Wochen oft eine grössere Eruption folgt. Oft ist aber auch während Wochen jede halbe Stunde eine Eruption zu bestaunen. Das Wetter spielt bei diesem Schauspiel natürlich eine wichtige Rolle, denn wenn der Vulkan in Wolken gehüllt ist, kriegt man von den Eruptionen nur das ohrenbetäubende Donnern mit.
Ein aktiver Vulkan birgt auch seine Risiken, was jedem Besucher bewusst sein muss. Es ist deshalb unerlässlich, dass alle Gäste die Hinweis- und Warnschilder sowie die Instruktionen der Guides ernst nehmen.
Da der Vulkan ständig Druck ablässt, sind die Vulkanologen überzeugt, dass es zu keiner grösseren Erruption kommen kann, welcher für Anwohner und Gäste gefährlich werden könnte. Eine größere Gefahr stellen die sogenannten pyroplastischen Lawinen dar, die entstehen, wenn Teile der Kraterwand kollabieren.
Dadurch werden große Mengen von heißen Gasen frei, welche dann rasch die steilen Hänge des Kegelvulkans hinabrasen und Staub und Geröll aufwirbeln. Die Temperatur im Innern einer solchen Lawine kann über 500 Grad sein und sie bewegt sich mit rund 90 km/h in die Tiefe. Die Forscher haben die Geschichte des Vulkanes bis weit zurück aufgerollt und festgestellt, dass solche Lawinen nach maximal 4,5 km zum Stillstand kommen.
Es wurde deshalb ein Sicherheitsgürtel festgelegt, der unter keinen Umständen überschritten werden darf. Pyroplastische Lawinen erschienen in der Vergangenheit ca. einmal pro Jahr.
Der Vulkan ist aber nicht die einzige Attraktion in dieser Gegend. Verschiedene Thermalquellen laden zum Entspannen ein, so etwa die Tabacón Hotsprings, wo das vom Vulkan erwärmte Wasser eines Baches zuerst durch eine gepflegte Gartenanlage fließt und später in verschiedenen Schwimmbecken gesammelt zum Baden einlädt.
Dabei kann man sich unter einem Wasserfall den Rücken massieren lassen, oder in der Sitzbar im Wasser den Vulkan beobachten. Ein wirklich tolles Erlebnis. Wer es lieber rustikal hat, kann an verschiedenen natürlichen Stellen des Flusses mit der nötigen Vorsicht baden gehen. Wir müssen Sie allerdings darauf aufmerksam machen, dass die Thermalbäder am Rande der Gefahrenzone für pyroplastische Lawinen liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Lawine bis dahin vordringt, ist sehr gering, aber vorhanden.
Von den Tabacón Hotsprings wurde ein Notfallplan erarbeitet, wonach die Besucher des Bades innerhalb kürzester Zeit evakuiert werden können.
Arenalsee
Der Arenalsee ist ein Stausee, der in den Siebzigerjahren angelegt wurde. Er ist gleichzeitig auch das größte Binnengewässer Costa Ricas und hat eine Länge von rund 35 km. Die Landschaft, die den See umgibt, erinnert an das Voralpengebiet und macht einen idyllischen Eindruck.
Am rechten Seeufer entlang führt eine Straße, das linke Seeufer ist nur in der Trockenzeit und mit einem 4x4 Fahrzeug befahrbar. An der südlichen Spitze des Sees ragt der aktive Vulkan Arenal in die Höhe. Das nördliche Drittel des Sees ist aufgrund der starken Winde ein Paradies für Windsurfer.
Etwas oberhalb des Arenalsees liegt eine tiefe Lagune mit dem Namen Coter. Dort beginnt auch der Nebelwald an den Hängen des Tenorio Vulkanes. Die Ecolodge bietet Ausflüge in dieser Region.
Das Interbus-System bedient die Ecolodge und die La Ceiba Tree Lodge täglich ab/zu folgenden Destinationen: La Fortuna, Monteverde, Liberia, Tamarindo, Papagayo, Rincón de la Vieja.


